Soziale Gerechtigkeit heisst: niemand fällt durchs Netz.
Ein gerechtes Sozial- und Gesundheitswesen ist für mich eine zentrale Voraussetzung für Zusammenhalt und Demokratie. Es entscheidet darüber, ob Menschen Zugang zu medizinischer Versorgung haben, ob Familien entlastet werden und ob niemand aus finanziellen Gründen ausgeschlossen wird.
Die Bevölkerung wird älter, die Gesundheitskosten steigen, und für viele werden Krankenkassenprämien zu einer echten Belastung. Gleichzeitig zeigt sich immer deutlicher: Ein Zwei-Klassen-System in der Gesundheitsversorgung darf nicht zur Normalität werden. Gesundheit ist kein Privileg, sondern eine gesellschaftliche Verantwortung.
Gleichzeitig braucht es ein Sozialsystem, das trägt und Teilhabe ermöglicht. Ein Sozialsystem darf nicht vom Misstrauen ausgehen, sondern vom Wunsch der Menschen, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Unterstützung heisst deshalb, verlässliche Strukturen zu schaffen, die stärken, absichern und Mitwirkung ermöglichen.
Ich engagiere mich in diesem Bereich auch auf politischer Ebene – als Mitglied entsprechender Kommissionen und im Austausch mit Fachpersonen. Dabei sehe ich: Sparprogramme im Sozial- und Gesundheitswesen verschieben Probleme, statt sie zu lösen. Sie treffen oft jene, die ohnehin wenig Spielraum haben, und untergraben langfristig den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Sozial- und Gesundheitspolitik wird zu grossen Teilen im Kanton entschieden. Genau hier braucht es eine Politik, die Verantwortung übernimmt, Prioritäten richtig setzt und soziale Sicherheit stärkt – für alle.